Möchten Sie wissen, wie andere Immobilienmakler ihre Zielgruppenstrategie gestalten? Dann schauen Sie sich den Blog der amerikanischen Maklerin Katherine Cannon an: www.highheeledhomeowners.com

Das bedeutet so viel wie „hochhackige Hauseigentümer“ – und damit ist schon einmal klar, wen Katherine Cannon erreichen will: Junge Frauen, die sich eine Immobilie zulegen möchten.

Sie sagt selbst: „Ich möchte allen meinen Damen helfen, Eigentümer einer Immobilie zu werden“.

Ihre Strategie: Sie gewinnt Interessenten über ihre Facebookseite und “lockt” sie dann auf ihren Blog.

Dort konzentriert sich sich ganz bewusst auf Fragen, die “ihre Damen” rund um den Immobilienkauf haben könnten. Sie finden dort zum Beispiel:

Tipps zum Immobilienkauf - Wie bekommt man ein Bankdarlehen und wovon hängt die Höhe der Zinsen ab? Wie ist der Ablauf beim Kauf einer Immobilie? Wie kommt man in den Genuss von Steuervergünstigungen? Welche Unterlagen werden benötigt?

Eigene Erfahrungen – Sie berichtet über ihre eigene Wohnung, die sie erst kürzlich gekauft hat. Über Fehler, die sie dabei gemacht hat. Und warum sie ihre Wohnung ausgerechnet dort gekauft hat: „5 Gründe, Ihre erste Wohnung in xyz zu kaufen“

Tipps rund um’s Wohnen – Was sie in ihrer eigenen Wohnung alles an Verschönerungen geplant hat – vom Wandanstrich bis zum neuen Kronleuchter. Den hat sie sich inzwischen schon zugelegt, wie in einem späteren Post zu lesen ist.

Tipps zum Immobilienverkauf – Verkäufern erklärt sie, wie sie an ihre Marktanalysen herangeht und wie Verkäufer davon profitieren.

Marktübersichten – Sie stellt Marktübersichten zusammen – für die Städte und Gemeinden, in denen sie tätig ist und auch für bestimmte Immobilien, die für ihre potenziellen Kundinnen interessant sein könnten. Sie ermittelt zum Beispiel,

  • wie viele Wohnungen in einer bestimmten Region im vergangenen Jahr verkauft worden sind, in welcher Spanne sich die Kaufpreise bewegten,
  • was durchschnittlich für eine Wohnung bezahlt wurde,
  • wie sich dieser Preis im Vergleich zu anderen Eigentumswohnungen verhält,
  • wie lange es im Schnitt gedauert hat, die Wohnungen zu verkaufen.

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Ausgewählte Immobilien – Sie plaudert über Immobilien, die sie sich kürzlich angeschaut hat. Schwärmt von einer tollen Aussicht und überlegt, was ihr an der Wohnung oder an dem Haus gefällt und was nicht. Für wen die Immobilie besser geeignet ist und für wen nicht so gut.

Veranstaltungen – Sie schreibt über bevorstehende Veranstaltungen, die sie besuchen wird und für die sich ihre Leserinnen ebenfalls interessieren könnten.

Einen Newsletter versendet Katherine Cannon auch: Jeden Freitag stellt sie den Empfänger mehrere Immobilien vor, und die können gleich für das Wochenende eine Besichtigung planen. Was mir gefällt: Sie nennt nicht nur den Preis der Immobilie und die mögliche monatliche Rate sondern auch, bei welchem Monatseinkommen und welchem Eigenkapital die Leserin eine Bankfinanzierung bekommen würde.

Und dann macht sie noch etwas ganz Verrücktes:
Sie veröffentlicht ihren Terminkalender und ermuntert ihre Leser, sich einen freien Termin direkt online zu reservieren – entweder einfach so zum Kaffee oder natürlich auch, um über Immobilien zu reden.

Fazit: Ich kann mir gut vorstellen, dass Katherine Cannons Blog und der Plauderton, in dem sie Standorte und Immobilien vorstellt, gut bei jungen Frauen ankommt. Wer tatsächlich darüber nachdenkt, sich in absehbarer Zeit eine Immobilie zuzulegen, wird bestimmt erst einmal zur Stammleserin und später vielleicht zur Kundin. Oder zum KundEN, wie ein Blick in die Facbook-Fanliste zeigt: Katherine Cannon hat auch eine Menge männlicher Fans!

Nicht zu vergessen: Die regelmäßigen Beiträge auf ihrer Internetpräsenz verbessern auch ihre Auffindbarkeit in den Suchmaschinen.

Geht das in Deutschland auch?

Nun, in den USA funktioniert das Maklersystem ein wenig anders als in Deutschland: Grundsätzlich darf dort jeder Makler jedes Objekt, das in einem MLS – Multi-Listing-System eingestellt ist, anbieten und verkaufen. Das macht es natürlich leicht, auch die “Listings” anderer Makler vorzustellen und sein Geschäftsmodell vor allem auf “Suchkunden” statt auf Verkäufer auszurichten.

Nun, auch in Deutschland sind Gemeinschaftsgeschäfte möglich und – vor allem im Interesse der Kunden – wünschenswert.

Doch Gemeinschaftsgeschäft hin oder her – Katharine Cannon setzt sehr gut um, worauf es bei der Kundengewinnung ankommt:

  • sich für eine Zielgruppe entscheiden, also für eine Gruppe von Menschen mit gleichen Bedürfnissen, Problemen, Wünschen >>> junge Frauen, die eine Immobilie erwerben möchten
  • die Sprache dieser Menschen sprechen >>> persönliche Ansprache, Plauderton, eigene Erfahrungen
  • die Probleme dieser Menschen erkennen und eine Lösung dafür anbieten >>> Hilfestellung bei der Suche nach der richtigen Immobilie, bei der Finanzierung und allen nötigen Formalitäten
  • Wissen, wo und wie die Zielgruppe erreicht werden kann >>> Facebook, Google, Blogs
  • für die Zielgruppe interessant bleiben >>> regelmäßig neue Inhalte, nicht nur trockene Zahlen, sondern auch „schöne Dinge“ rund ums Wohnen
  • regelmäßig neue Interessenten gewinnen >>> über interessante Inhalte und ihr Facebook-Netzwerk
  • an den Interessenten “dran bleiben” >>> ihr Newsletter
  • die Hürden für eine Kontaktaufnahme möglichst niedrig legen >>> der “offene” Terminkalender; man erfährt, wo man sie treffen kann; die ausdrückliche Aufforderung in vielen ihrer Beiträge, sie bei Fragen per Telefon, E-Mail, SMS zu kontaktieren.

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Übrigens: So ganz aus dem Ärmel geschüttelt hat Katharine Cannon ihre Strategie mit Sicherheit nicht, auch wenn sich jetzt auf ihrem Blog alles so locker und leicht liest. Irgendwo habe ich auch gelesen, dass sie ihre Strategie mit Hilfe eines Coaches ausgearbeitet hat.

Lassen Sie sich doch auch „coachen“, und zwar kostenlos: Mein kleiner E-Mail-Maklerkurs bietet Ihnen Anregungen, wie Sie selbst eine Strategie entwickeln können, die zu Ihnen passt und ihnen hilft, sich von Ihren Mitbewerbern zu unterscheiden. Einfach hier anmelden: Anmeldung zum E-Mail-Maklerkurs

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