Kundenbeziehung

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Vor einigen Tagen brachte mich ein Immobilienmakler zum Schmunzeln – mit Sicherheit unbeabsichtigt. Er hatte sein neues Unternehmen mit einem kurzen Artikel im Immobilienteil der Tageszeitung vorgestellt – was ich grundsätzlich für eine sehr gute Idee halte.

Er berichtete in diesem Artikel kurz über sein Leistungsangebot und seinen Werdegang, und ganz zum Schluss war dann zu lesen: “Wenn auch Sie von einer vertrauensvollen Makler-Kundenbeziehung träumen, wenden Sie sich an …”

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“Warum, bitte schön, sollte ich mit ehemaligen Kunden in Kontakt bleiben? Die haben ja schon eine Immobilie gekauft und werden meinen Service nicht mehr brauchen …” – das war die Reaktion einer Maklerin auf meinen Vorschlag, sich immer mal wieder bei ehemaligen Kunden zu melden.

Sie ließ sich zwar dazu überreden, jedem ihrer Kunden aus den Jahren 2008 und 2009 einen netten Brief zu schreiben, aber weiter zurück in die Vergangenheit wollte sie nicht gehen.

Erstaunlich fand ich dann aber, dass sich allein im ersten Halbjahr 2010 gleich drei ehemalige Kunden bei ihr meldeten, die ihre vor Jahren gekaufte Immobilie nun mit ihrer Hilfe wieder verkaufen wollten. Keiner dieser drei Kunden hatte ihren Brief erhalten, denn sie hatten bereits einige Jahre vor 2008 gekauft …

“Na also, funktioniert doch auch ohne Kontaktpflege …”, denken Sie jetzt vielleicht. Ja, hier war es mal so. Diese Käufer haben ihre ehemalige Maklerin wiedergefunden, obwohl sie inzwischen unter einer anderen Büro-Adresse erreichbar ist. Sie konnten sich an ihren Namen erinnern und fanden ihre Internet-Präsenz deshalb auf Anhieb. Aber verlassen würde ich mich darauf nicht. Weiterlesen »

Kennen Sie “Google Alerts”? Das ist ein Service der Suchmaschine Google, mit dem Sie bequem überwachen können, was im Internet zu bestimmten Themen erscheint. Sie können “Alerts” zu bestimmten Begriffen oder Wortgruppen anlegen und wenn Google etwas dazu findet, werden Sie per E-Mail benachrichtigt. Ich habe mehrere dieser Alerts laufen, einen davon mit dem Suchbegriff “Immobilienmakler”.

Was Google mir täglich zum Thema “Immobilienmakler” schickt, sind entweder die Web-Präsenzen von Immobilienmaklern, meistens mit den üblichen Floskeln wie “Immer für Sie da – Ihr Immobilienmakler in xyz …” Oder – garantiert viel interessanter für Leser: Forendiskussionen, in denen es darum geht, ob man mit Makler verkaufen sollte oder ohne (natürlich sollte man danach, wenn überhaupt, mehrere Makler “laufen lassen”).

Oder ich finde Seiten wie diese: www.immobilienprovisionsfreikaufen.de. Dort verspricht ein ehemaliger Immobilienmakler “brisante” Informationen für private Immobilienkäufer, mit deren Hilfe sie beim Immobilienkauf keine Provision zahlen müssen, obwohl ein Immobilienmakler beauftragt ist.

Was meinen Sie: 27 Euro für „Geheiminformationen“, mit denen man über 13.000 Euro sparen kann, indem man den unnützen Makler völlig legal ausbootet? Klingt doch gut … Wenn ich privat auf Immobiliensuche wäre und mich noch nie mit dem Thema “Makler – ja oder nein” befasst hätte, wer weiß …

Wenn ich solche Versprechungen lese, muss ich immer an die Kunden einer Maklerin denken, mit der ich ganz besonders eng zusammenarbeite. Wenn ich mir überlege, wie viel persönliche Betreuung bei ihr oft gerade die Käufer erhalten, obwohl die ja angeblich alles ganz allein können …

Aber davon ahnt der private Immobilienkunde erst einmal nichts, woher auch? Schließlich findet auch er im Internet vor allem das, was mir Google zu meinen Alerts mitteilt. Weiterlesen »

Haben Sie schon einmal daran gedacht, einen Zeitungsartikel zu veröffentlichen, auf Ihrer Internetseite kostenlose Downloads zur Verfügung zu stellen oder ein – ebenfalls kostenloses – Seminar anzubieten?

Informationsmarketing ist eine tolle Sache – auch für Immobilienmakler: Der Makler kann völlig entspannt Kontakt zu Interessenten aufnehmen, zeigen wie er “tickt” und ein wenig auch, was er drauf hat. Und vielleicht wird irgendwann einmal einer dieser Interessenten zu einem Kunden. Wenn nicht, ist das auch nicht weiter schlimm. Weiterlesen »

Die meisten Immobilienmakler überreichen ihren Kunden zum erfolgreichen Vertragsabschluss ein Abschlussgeschenk – meistens Blumen, Wein, Restaurantgutscheine oder Präsentkörbe. Sie auch?

Mit diesen Geschenken machen Sie zwar nichts falsch, aber eins erreichen Sie damit nicht: Dass sich Käufer und Verkäufer noch in ein paar Jahren an Sie erinnern, wenn wieder einmal ein Immobiliengeschäft ansteht.

Das geht auch anders: Entweder, weil das Abschlussgeschenk so originell ist, dass es nachhaltig in Erinnerung bleibt, oder weil es dauerhaft in Gebrauch ist.

Wenn Sie ein Abschlussgeschenk suchen, das nicht nur Dankeschön, sondern zugleich auch Marketing-Tool ist, habe ich hier ein paar Ideen für Sie zusammengestellt: Weiterlesen »