Vor einigen Tagen habe ich auf Facebook das Video eines amerikanischen Immobilienmaklers mit einer netten Farming-Idee entdeckt.

Beim Farming geht es ja darum, sich als Immobilienmakler in einem kleinen Wohngebiet mit möglichst vielen Umzügen – seinem Farming-Gebiet – bekanntzumachen. Wenn möglich, durch sichtbare Vermarktungsaktivitäten wie Verkaufsschilder, OpenHouse-Besichtigungen oder Nachbarschafts-Mailings. Hat man in seinem gewählten Farming-Gebiet noch keine Aufträge, muss man anders auf sich aufmerksam machen, etwa durch ein Ladenlokal und regelmäßige Flyerverteilung.

Ziel des Farming ist, in den Köpfen der Einwohner der “Go-To”-Makler zu werden, der Immobilienmakler also, zu dem man geht, wenn man selber mal eine Immobilie kaufen oder verkaufen möchte.

“Dumpster-Day” im Farming-Gebiet

Wer das erreichen möchte, benötigt einen langen Atem und gute Ideen, um sich den Bewohnern immer wieder unaufdringlich in Erinnerung zu bringen.

So eine Idee hat dieser amerikanische Immobilienmakler. Er organisiert alljährlich einen “Dumpster-Day” für seine Gemeinde, also einen “Müllcontainer-Tag”, den er vorher gut ankündigt und über den er hinterher im Internet berichtet. Sehen Sie sich einfach mal dieses Video an:

Dumpster-Day in San Jose

Jeder kann an diesem Tag alte Möbel und anderes Gerümpel entsorgen, die Kosten dafür übernimmt der Immobilienmakler. Dazu lässt er einen Sperrgut-Container aufstellen, gut gekennzeichnet mit seinem Firmenschild, und macht ein kleines Event aus der Aktion.

Ich bin sicher, das kommt bei den Bewohnern gut an.

Passt diese Idee in Ihr Farming-Gebiet?

Ob sich diese Idee 1:1 kopieren lässt, hängt natürlich davon ab, was den Menschen im Farming-Gebiet wirklich wichtig ist. Zum Beispiel ist in der Gemeinde, in der ich wohne, die Sperrgutabfuhr gut organisiert: Jeder Haushalt kann 2-mal jährlich kostenlos sein Gerümpel abholen lassen, da wäre so ein Dumpster-Day vielleicht nicht so interessant.

Ganz anders sieht es bei uns aber mit Grünschnitt aus. Jahrelang gab es keine (legale) Möglichkeit der Grünschnitt-Entsorgung, vor einem Jahr hat unsere Gemeinde die “wilde” Entsorgung auf einem Gemeindegrundstück unterbunden und stellt nun Container zur Verfügung. Aber ausgerechnet jetzt im Sommer sind die Container verschwunden und sollen erst im Herbst wieder aufgestellt werden. Bis dahin sollen wir unseren Grünschnitt auf dem Grundstück sammeln.

Ein Makler, der in den nächsten Wochen bei uns einen “Greenday” organisieren würde, könnte garantiert einige Sympathiepunkte sammeln …

Übrigens, möchten Sie wissen, wie der amerikanische Immobilienmakler das kleine Video gemacht hat? Ganz einfach: Er hat dazu den Onlinedienst Animoto genutzt: Bilder hochladen – etwas Text dazu – Musik auswählen – fertig. Hat garantiert nur ein paar Minuten gedauert. Wenn Sie möchten, können Sie es gleich einmal kostenlos ausprobieren. Einfach hier klicken.

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