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Wer braucht eigentlich Immobilienmakler? Ihre Fallstudie zeigt es …

Kennen Sie “Google Alerts”? Das ist ein Service der Suchmaschine Google, mit dem Sie bequem überwachen können, was im Internet zu bestimmten Themen erscheint. Sie können “Alerts” zu bestimmten Begriffen oder Wortgruppen anlegen und wenn Google etwas dazu findet, werden Sie per E-Mail benachrichtigt. Ich habe mehrere dieser Alerts laufen, einen davon mit dem Suchbegriff “Immobilienmakler”.

Was Google mir täglich zum Thema “Immobilienmakler” schickt, sind entweder die Web-Präsenzen von Immobilienmaklern, meistens mit den üblichen Floskeln wie “Immer für Sie da – Ihr Immobilienmakler in xyz …” Oder – garantiert viel interessanter für Leser: Forendiskussionen, in denen es darum geht, ob man mit Makler verkaufen sollte oder ohne (natürlich sollte man danach, wenn überhaupt, mehrere Makler “laufen lassen”).

Oder ich finde Seiten wie diese: www.immobilienprovisionsfreikaufen.de. Dort verspricht ein ehemaliger Immobilienmakler “brisante” Informationen für private Immobilienkäufer, mit deren Hilfe sie beim Immobilienkauf keine Provision zahlen müssen, obwohl ein Immobilienmakler beauftragt ist.

Was meinen Sie: 27 Euro für „Geheiminformationen“, mit denen man über 13.000 Euro sparen kann, indem man den unnützen Makler völlig legal ausbootet? Klingt doch gut … Wenn ich privat auf Immobiliensuche wäre und mich noch nie mit dem Thema “Makler – ja oder nein” befasst hätte, wer weiß …

Wenn ich solche Versprechungen lese, muss ich immer an die Kunden einer Maklerin denken, mit der ich ganz besonders eng zusammenarbeite. Wenn ich mir überlege, wie viel persönliche Betreuung bei ihr oft gerade die Käufer erhalten, obwohl die ja angeblich alles ganz allein können …

Aber davon ahnt der private Immobilienkunde erst einmal nichts, woher auch? Schließlich findet auch er im Internet vor allem das, was mir Google zu meinen Alerts mitteilt. Read the rest of this entry →

16

09 2010

Single Property Website – jede Immobilie über eine eigene Webseite vermarkten

Vor einigen Tagen bin ich über einen amerikanischen Anbieter von sogenannten “Single Property Websites” gestolpert, also von vorgefertigten Webseiten für jeweils eine Immobilie. Auf www.singlepropertysites.com kann man sich kostenlos anmelden, eine Vorlage auswählen, Bilder und Texte einfügen und schon hat man eine Webseite, die man separat bewerben kann. Neben dem genannten gibt es zahlreiche weitere Anbieter von Single Property Websites, die sich in Design, Preis und den technischen Merkmalen erheblich voneinander unterscheiden.

Nun, für Deutschland würde ich diesen Service eher nicht nutzen, denn die Menüführung gibt es nur auf Englisch und das eingebaute Google-Übersetzungstool “verschlimmbessert” die Sache nur noch.

Aber auch wenn es einen solchen “Bequemlichkeitsservice” für Deutschland noch nicht gibt (zumindest ist mir keiner bekannt), heißt das noch lange nicht, dass Sie nicht auch für einzelne oder alle Ihrer Immobilien eine “Single Property Website” aufsetzen können. Wie, dazu sage ich später noch etwas. Doch zunächst einmal: Read the rest of this entry →

20

08 2010

So korrigieren Sie unschöne stürzende Linien auf Immobilienfotos automatisch

Wenn Sie – wie die meisten Immobilienmakler – Ihre Immobilienfotos selber aufnehmen, kennen Sie vielleicht den Effekt, wenn Türöffnungen aussehen, als wären sie unten schmaler als oben (oder umgekehrt). Oder wenn hohe Gebäude auf Bildern nach hinten zu kippen scheinen.

Das passiert, weil der untere Teil des Gebäudes der Kamera näher ist als der obere und deshalb größer dargestellt ist. Je näher Sie sich am Motiv befinden und je kürzer die Brennweite, desto stärker ist die Verzerrung. Profis nennen die verzerrten Senkrechten auf Immobilienfotos “stürzende Linien”.

Professionelle Architekturfotografen nutzen diesen Effekt manchmal ganz bewusst, um atemberaubende Fotos zu kreieren. Er lässt Gebäude besonders hoch erscheinen.  Aber Sie sind kein Fotokünstler sondern Makler, und wollen einfach nur ansprechende Immobilienfotos machen – da stören die unbeabsichtigten Verzerrungen meistens.

Vermeiden können Sie diesen Effekt zumindest bei Außenaufnahmen, indem Sie sich ein Stück von dem Gebäude entfernen. Bei Innenaufnahmen hilft exaktes Ausrichten der Kamera in der Vertikalen und in der Horizontalen, am besten durch die Verwendung eines Stativs.

Aber einmal ehrlich, in der Praxis fotografieren Makler doch eher ohne Stativ, oder? Kein Problem, dann korrigieren Sie Ihre Immobilienfotos eben anschließend am PC. Read the rest of this entry →

16

05 2010

Wie bringen Sie Eigentümer dazu, ihr Haus für den Verkauf schön zu machen?

Oft ist es schon schwer genug, Eigentümer davon zu überzeugen, ihr Haus zu entrümpeln und kleine Reparaturen zu erledigen, bevor sie es zum Verkauf anbieten. Und nun wollen Sie sie noch dazu bewegen, zumindest vor Besichtigungen Familienfotos, Erinnerungsstücke und andere persönliche Gegenstände zu entfernen? Vielleicht sogar Möbel umzustellen oder neu zu dekorieren? Dafür benötigen Sie gute Argumente!

Menschlich verständlich ist es ja, wenn Hauseigentümer nicht mehr Zeit und Geld als unbedingt nötig in eine Immobilie investieren mögen, die sie ohnehin nicht mehr haben wollen. Vielleicht haben sie lange mit sich gerungen, ob sie wirklich verkaufen sollen. Nun ist die Entscheidung gefallen, sie haben mit dem Haus „abgeschlossen“ und nun soll alles schnell gehen. Das neue Zuhause wartet schon … Read the rest of this entry →

06

05 2010

Immobilie zu teuer? Wie Sie diplomatisch auf die Preisanpassung hinarbeiten

“Erst mal hoch herangehen, runtergehen kann ich immer noch …” – diesen Spruch hören Sie als Immobilienmakler sicherlich öfter mal von Ihren Hausverkäufer-Kunden.

Nun, normalerweise bin ich ja keine Freundin der Strategie “Preisfindung durch Preisanpassung” beim Immobilienverkauf. Schon gar nicht, wenn dem Eigentümer ein unrealistisch hoher Verkaufserlös vorgegaukelt wird, nur um ehrlich arbeitenden Kollegen den Auftrag wegzuschnappen.

Aber mir ist schon klar, dass sich manch ein Eigentümer nicht von seinen utopischen Preisvorstellungen trennen mag, auch wenn Sie den marktgerechten Preis noch so sauber ermittelt haben.

Sie werden also manchmal nicht umhinkommen, den Verkäufer nach und nach “herunterzukochen”, wenn Sie auf den Auftrag nicht verzichten wollen. Wenn es denn also sein muss, dann bitte mit Offenheit und Stil. Read the rest of this entry →

20

04 2010