Wenn Sie ein wenig Englisch verstehen, werden Sie über dieses Makler-Video um einen Dialog zwischen einer Maklerin und einem potenziellen Kunden wahrscheinlich herzlich lachen können:

Mit Sicherheit fällt Ihnen sofort mindestens ein Makler-Unternehmen in Ihrem Umfeld ein, das ebenso die Zeit verschlafen hat wie die Maklerin in diesem Makler-Video. Dass sich auch hier in Deutschland viele Makler in Sachen Kommunikation und Marketing-Kompetenz nicht gerade Mühe geben, erfahre ich immer wieder durch die Schilderungen privater Immobilienkunden.

Das Makler-Video zeigt einen Dialog zwischen einer Maklerin und einem Interessenten, der sein Haus verkaufen möchte. Der Eigentümer fragt nach den Verkaufsaussichten bei der momentanen Marktsituation und möchte wissen, was die Maklerin unternehmen wird, um das Haus zu verkaufen.

Die Maklerin geht auf die Fragen des potenziellen Kunden überhaupt nicht ein sondern spult stereotyp ihre Phrasen herunter wie „Wir sind die Nr. 1 am Markt“ oder „Jetzt ist die beste Zeit zum KAUFEN“ etc. Jede der detaillierten Fragen zu ihrem Marketingplan und vor allem zur Vermarktung per Internet fegt sie einfach mit „Kümmert mich nicht“ weg …
Glücklicherweise war der Maklerin ja bekannt, dass nach einer Umfrage des amerikanischen Maklerverbandes NAR mehr als 60% der Verkäufer den ersten Makler beauftragen, den sie kennengelernt haben. Na dann …

Was sagt uns das? Auch in den USA scheinen viele Makler ihren Kunden einfach nicht mehr gewachsen zu sein und wissen es noch nicht einmal. In der dortigen Maklerszene hat das lustige Makler-Video offenbar einen Nerv getroffen …

In der amerikanischen Literatur zur Immobilienvermarktung ist oft von den “Three P” oder auch vom “dreibeinigen Tisch” die Rede. Beides sind griffige Bezeichnungen für das Zusammenspiel der drei Kernkomponenten einer erfolgreichen Immobilienvermarktung: pricing – product – promotion.

Das bedeutet: Erfolgreich verkaufen können Sie eine Immobilie nur dann, wenn alle drei P-Komponenten stimmen. Fehlt eine, kippt der Verkauf wie ein dreibeiniger Tisch, dem ein Bein fehlt.

Das Bild vom “dreibeinigen Tisch” hilft Ihnen nicht nur bei Ihren Verhandlungen mit Verkäufern sondern auch bei Ihrer eigenen Überlegung, ob Sie einen Verkaufsauftrag überhaupt annehmen sollten. Denn als Makler haben Sie auf zwei der Komponenten kaum Einfluss.

Das sind die drei “Tischbeine” geordnet nach ihrer Wichtigkeit: Weiterlesen »

Kennen Sie “Google Alerts”? Das ist ein Service der Suchmaschine Google, mit dem Sie bequem überwachen können, was im Internet zu bestimmten Themen erscheint. Sie können “Alerts” zu bestimmten Begriffen oder Wortgruppen anlegen und wenn Google etwas dazu findet, werden Sie per E-Mail benachrichtigt. Ich habe mehrere dieser Alerts laufen, einen davon mit dem Suchbegriff “Immobilienmakler”.

Was Google mir täglich zum Thema “Immobilienmakler” schickt, sind entweder die Web-Präsenzen von Immobilienmaklern, meistens mit den üblichen Floskeln wie “Immer für Sie da – Ihr Immobilienmakler in xyz …” Oder – garantiert viel interessanter für Leser: Forendiskussionen, in denen es darum geht, ob man mit Makler verkaufen sollte oder ohne (natürlich sollte man danach, wenn überhaupt, mehrere Makler “laufen lassen”).

Oder ich finde Seiten wie diese: www.immobilienprovisionsfreikaufen.de. Dort verspricht ein ehemaliger Immobilienmakler “brisante” Informationen für private Immobilienkäufer, mit deren Hilfe sie beim Immobilienkauf keine Provision zahlen müssen, obwohl ein Immobilienmakler beauftragt ist.

Was meinen Sie: 27 Euro für „Geheiminformationen“, mit denen man über 13.000 Euro sparen kann, indem man den unnützen Makler völlig legal ausbootet? Klingt doch gut … Wenn ich privat auf Immobiliensuche wäre und mich noch nie mit dem Thema “Makler – ja oder nein” befasst hätte, wer weiß …

Wenn ich solche Versprechungen lese, muss ich immer an die Kunden einer Maklerin denken, mit der ich ganz besonders eng zusammenarbeite. Wenn ich mir überlege, wie viel persönliche Betreuung bei ihr oft gerade die Käufer erhalten, obwohl die ja angeblich alles ganz allein können …

Aber davon ahnt der private Immobilienkunde erst einmal nichts, woher auch? Schließlich findet auch er im Internet vor allem das, was mir Google zu meinen Alerts mitteilt. Weiterlesen »

08. September 2010 · Kommentieren · Kategorien: Marketing · Tags:

Bob Bly, ein von mir hochgeschätzter amerikanischer Werbetexter und Marketing-Profi, hat in einem seiner letzten Newsletter die Marketing-Kompetenz amerikanischer Unternehmer und Manager in 4 Stufen  eingeteilt – von der untersten Stufe, der “unbewussten Inkompetenz”, bis hin zur höchsten, der  “unbewussten Kompetenz”. Und er gibt Tipps, wie man in die jeweils nächste Stufe “aufrücken” kann.

Da ich Marketing-Kompetenz für eine sehr wichtige Eigenschaft erfolgreicher Immobilienmakler halte, möchte ich Ihnen Bob Blys Erkenntnisse und Tipps nicht vorenthalten. Meiner Meinung nach ist Marketing-Kompetenz für Immobilienmakler sogar noch wichtiger als für die meisten anderen Unternehmer, und zwar in zweierlei Hinsicht: Weiterlesen »

Wer sich für ein Immobilien-Angebot interessiert, möchte sich umfassend über jedes Detail informieren – zunächst einmal, ohne einen Makler zu kontaktieren. Auf einer Webseite können Sie jede Information geben, die Sie möchten, ohne dass Ihnen durch zusätzlichen Text mehr Kosten entstehen. Nutzen Sie diese Möglichkeit für eine umfassende Immobilienbeschreibung.

Ihre Immobilienbeschreibung darf übrigens lang sein – nur nicht langweilig. Und sie muss gut lesbar sein. Das erreichen Sie durch kurze Absätze, Zwischenüberschriften, Hervorhebungen. Solange Sie unübersichtliche “Bleiwüsten” vermeiden, ist gegen eine längere Immobilienbeschreibung nichts einzuwenden.

Damit Ihre Immobilienbeschreibung die richtigen Interessenten anspricht, sind zunächst einige Überlegungen nötig. Diese 3 Schritte können Ihnen dabei helfen: Weiterlesen »